
Bradford 1937
Schon seit den frühen sechziger Jahren genießt David Hockney genießt internationale Anerkennung. In den Jahren 1953 bis 1957 beginnt Hockney seine künstlerische Ausbildung am Bradford College of Art und setzt sie von 1959 bis 1962 am Royal College of Art in London fort. Seine Werke werden bereits ausgestellt und prämiert, noch bevor er das Royal College verlässt. An der Ausstellung der "London Group 1960" nimmt Hockney 1960 teil und ist erstmals bei den "Young Contemporaries" in den R.B.A. Galleries in London vertreten. Das Royal College zeichnet den Künstler im Jahr seines Abschlusses mit dem "Drawing Prize" aus. David Hockney ist nicht nur ein genialer Maler, sondern auch ein ausgezeichneter Grafiker; später entwirft er mehrere Bühnenbilder für das Theater. 1961 arbeitet der Maler bereits an seinem ersten Radierzyklus "A Rake's Progress", der 1963 veröffentlicht wird. Hockney reist nach Beendigung seines Studiums nach New York, Berlin und Ägypten, um Anregungen für Illustrationen zu sammeln. Die Bekanntschaft mit Henry Geldzahler, dem Kustos des Metropolitan Museum of Art in New York, ermutigt ihn 1964 zum Umzug nach Los Angeles. An der Universität von Iowa erhält Hockney im Sommer desselben Jahres einen Lehrauftrag. Seine erste Einzelausstellung in den USA wird im selben Jahr in der Alan Gallery, New York erfolgreich eröffnet. Bis in das Jahr 1967 folgen weitere Lehraufträge an der University of Colorado in Boulder, in Los Angeles und in Berkeley. Die ersten Bühnenbilder und Kostüme für Alfred Jarrys Stück "Ubu Roi", das am Royal Court Theatre in London aufgeführt wird, entstehen 1966. Eine Gastprofessur an der Hamburger Kunsthochschule nimmt der Maler 1969 an. Durch die Einladungen zur documenta 4 und 6 in Kassel wird seine internationale Anerkennung in den Jahren 1968 und 1977 untermauert. Mitte der siebziger bis in die neunziger Jahre entstehen zahlreiche Bühnenbilder für Ballette und Opern von Mozart, Strawinsky, Wagner und Strauss. Polaroidcollagen, die dem Kubismus nahe stehen, fertigt Hockney seit 1982 an. Ende der achtziger Jahre entstehen zudem Vierfarb-Copy-Drucke, abstrakte Computergrafiken und Faxzeichnungen. Hockney, der gerne der Pop-Art zugerechnet wird, lehnt diese Etikettierung seiner Kunst jedoch selbst ab. Am besten lässt sich die unwirklich helle Farbskala von Hockneys Gemälde und die kühle, künstliche Acryloberfläche seiner Bilder unter dem Begriff "Stilisierter Realismus" zusammenfassen.